DGP

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V.

Die Glocken Apotheke ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. Die DGP wurde 1994 mit dem Ziel gegründet, Palliativmedizin in Deutschland zu etablieren.

Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren, progredienten und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung. Sie strebt die Besserung körperlicher Krankheitsbeschwerden ebenso wie psychischer, sozialer und spiritueller Probleme an. Das Hauptziel der palliativmedizinischen Betreuung ist die Verbesserung der Lebensqualität für die Patienten und ihre Angehörigen (auch über die Sterbephase hinaus). Im Deutschen wird Palliativmedizin auch als Übertragung des englischen Begriffes Palliative Care verwendet, sie beinhaltet gleichwertig pflegerische, ärztliche und psychosoziale Kompetenz. Im engen Sinn kann unter Palliativmedizin (englisch: Palliative Medicine) auch der unverzichtbare, spezialisierte ärztliche Beitrag zu Palliative Care verstanden werden.

Die DGP versteht sich als medizinisch wissenschaftliche Fachgesellschaft sowie als Gesellschaft für alle Interessierten in palliativmedizinisch tätigen Berufsgruppen. Schwerpunkte des Engagements der DGP sind die Aus-, Fort- und Weiterbildung, die Förderung palliativmedizinischer Forschung, die Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen sowie die Konzeption und Entwicklung palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen im ambulanten und stationären Sektor. Vor allem gilt es, Fachwissen in Palliativmedizin bei allen beteiligten Berufsgruppen zu entwickeln und die Finanzierung palliativmedizinischer Angebotsstrukturen gesundheitspolitisch zu fördern.

Wenn Patienten palliativmedizinisch betreut werden, bedingt dies immer eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Beteiligten. Dazu gehören neben den medizinischen Fachdisziplinen unter anderem spezialisierte Pflegedienste, Palliativ- und Hospizdienste, Psychologen, Sozialdienste, Physiotherapeuten, um nur einige zu nennen. Auch Pharmazeuten leisten in der täglichen Arbeit einen wichtigen Beitrag. Im Rahmenprogramm NRW ist die Aufgabe der Apotheken anhand des Vorbildes bereits bestehender regionaler Strukturen schon formuliert worden: "Für Palliativpatienten kann auch eine intensivierte pharmazeutische Betreuung erforderlich werden. Dies umfasst u.a. eine 24h-Sicherstellung der gesamten ambulanten Infusionstherapie, künstliche Ernährung und/oder invasive Schmerztherapie inklusive der dazu benötigten Medizintechnik. Alle benötigten Arzneimittel und Infusionsregime werden aufeinander abgestimmt und auf Wechselwirkungen und Kompatibilität überprüft. Die beteiligten Apotheken versorgen die Patienten dabei auch im häuslichen Umfeld."

Die Anforderung an den Pharmazeuten sind sehr komplex, doch unsere Erfahrungen zeigen, dass in strukturierten Versorgungskonzepten eine sehr effiziente Betreuung der Patienten möglich ist. Die Qualität regionaler Netzwerke wird beispielsweise deutlich, wenn Patienten mit aufwändigen Infusionsregimen zu Hause versorgt werden können und eine gute Lebensqualität so lange wie möglich erhalten bleibt (vgl. Grafiken). Invasive Schmerzmittelregime in Kombination mit weiteren parenteralen Arzneimitteln konnten früher kaum ambulant durchgeführt werden. In diesem Bereich leisten spezialisierte Apotheken einen wichtigen Beitrag, mit einem immensen persönlichen Einsatz.

Mehr Informationen finden Sie auf der DGP-Homepage: www.dgpalliativmedizin.de